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Übergabe "Siegel Kommunale IT-Sicherheit"

Die Gemeinde Schmidgaden hat als erste Kommune im Landkreis Schwandorf das Siegel "Kommunale IT-Sicherheit" erworben. Ein auf die Größe der Organisation angepasster Basisschutz der IT-Systeme ist damit erreicht. Der Präsident des Landesamts für Sicherheit in der Informationstechnik (LSI), Daniel Kleffel, übergab am 31.08.2021 die Siegelurkunde an den Ersten Bürgermeister der Gemeinde Schmidgaden, Herrn Josef Deichl.

Der Bayerische Finanz- und Heimatminister Albert Füracker stellte fest: „Unsere Bürgerinnen und Bürger müssen stets darauf vertrauen können, dass ihre Daten bei der Verwaltung gut und sicher aufgehoben sind. IT-Sicherheit ist dabei ein entscheidender Faktor. Hierbei berät das LSI die bayerischen Kommunen als Partner und unterstützt mit dem LSI-Siegel gerade kleinere Gemeinden bei der Umsetzung der IT-Sicherheitsvorschriften. Die Gemeinde Schmidgaden hat bei der digitalen Sicherheit von Anfang an die richtigen Prioritäten gesetzt. Daher freut mich die Aushändigung des Siegels „Kommunale IT-Sicherheit“ besonders.“

„IT-Sicherheit ist grundlegend für eine verlässlich leistungsfähige Kommunalverwaltung ebenso wie für den Schutz der oft sensiblen Daten. Angriffe von Cyberkriminellen oder regelmäßig bekanntwerdende Schwachstellen in IT-Produkten verlangen nach entsprechender Abwehrtechnik, festgelegten Organisationsprozessen und geschulten Beschäftigten. Diese drei Schwerpunkte werden durch das Siegel abgedeckt und bestätigen dabei die gesetzeskonforme Umsetzung der IT-Sicherheitskonzepte“, stellte der Präsident des LSI Daniel Kleffel fest.

Schadprogramme stellen eine große Bedrohung für Behörden ebenso wie für Unternehmen und Privatanwender dar. Jede Organisation, die für ihre Abläufe von einer funktionsfähigen IT abhängig ist, muss sich vor Datendiebstahl, Datenveränderungen oder Sabotageakten, die zum Ausfall der notwendigen IT-Prozesse führen, schützen. Durch die einfache Verfügbarkeit baukastenartig zusammenstellbarer Schadprogramme verlieren klassische Abwehrmaßnahmen aber mehr und mehr an Wirksamkeit. IT-Sicherheit muss als Gesamtkonzept verstanden und umgesetzt werden. Das Bayerische E-Government-Gesetz verpflichtet Kommunen ebenso wie alle Behörden des Freistaats zur Einführung von Informationssicherheitskonzepten. Solche auf die Gegebenheiten vor Ort angepasste Konzepte haben dabei den systematischen Schutz der drei Grundwerte der Informationssicherheit – Vertraulichkeit, Integrität und Verfügbarkeit – sicherzustellen.

Bayern hat mit dem LSI als erstes Bundesland eine eigenständige IT-Sicherheitsbehörde gegründet. Eine der Kernaufgaben des LSI in Nürnberg mit seinen Außenstellen in Würzburg und Bad Neustadt a.d.Saale ist der Schutz und die Gefahrenabwehr für staatliche IT-Systeme. Als kompetente Institution berät und unterstützt das LSI die Kommunen und öffentliche Betreiber kritischer Infrastrukturen wie Krankenhäuser und kommunale Wasserversorger in allen IT-Sicherheitsfragen. Bei regionalen IT-Sicherheitskonferenzen, Informationsveranstaltungen und individuellen Beratungsterminen sensibilisieren die IT-Sicherheitsexperten des LSI insbesondere Kommunen hinsichtlich bestehender Risiken der digitalen Welt bei der Ausübung ihrer Verwaltungstätigkeit. Die Zahl der LSI-Mitarbeiter soll von aktuell mehr als 110 auf 200 IT-Experten erhöht werden. Die Angebote des LSI werden rege in Anspruch genommen.