Zur
Entwicklung von Schmidgaden
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Wann
sich Schmidgaden, unter welchem Auftrag gebildet
hat, ist nicht belegbar. Logisch erscheint aber,
dass sich das Geschlecht der Schmidgadener
aus der "Schmiede", die an einer Verbindungs-
und Handelsstraße (Nabburg - Amberg) errichtet
wurde, herausbildete.
Das Schmiedehandwerk war zu dieser Zeit ein sehr
angesehenes Handwerk. Es diente mit Waffen- und
Rüstungsbau dem Rittertum und wurde für
sie unentbehrlich.
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Schmidgaden´s
Dorfplatz in den 1960er Jahren
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Schmidgaden
Ende der 60er Jahre |
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Die
wahrscheinlichste Ableitung der Entstehung unseres
Ortsnamens ist wohl die, dass ein Flurstück
von dem Grundherren, der Schmied war, eingefriedet
("Gadem") wurde. Im 10. und 11. Jahrhundert
erlebte das Rittertum seine Glanzzeit. Die Minnesänger
Walther von der Vogelweide, Wolfram von Eschenbach
u. a. belegen dies. Schmiede waren somit
angesehene,
geachtete Herren, die mit sehr vielen Freiheiten
ausgestattet wurden.
Im Jahre 1123 wird das erste Mal ein Herr von
Schmidgaden unter den Diepoldinger Landgrafen
urkundlich erwähnt: er trug den Namen Lienhard.
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In
der Zeit des 15. und 16. Jahrhunderts musste auch
Schmidgaden immer wieder unter den Kriegswirren leiden.
Es ist sehr wenig darüber in aktenkundigen Aufzeichnungen
vorzufinden.
Zum Beispiel trugen die Auswirkungen des 30jährigen
Krieges (1618 - 1648) und seine Seuchen dazu bei, dass
sich die Einwohner von Schmidgaden halbierten. Hartenricht
war im Jahre 1658 ohne Bewohner - einfach ausgestorben.
Die Kriege im 17. und 18. Jahrhundert nahmen kein Ende.
Sehr schwer musste unsere Gegend und auch Schmidgaden
unter den Koalitionskriegen 1795/96 leiden, als über
unsere Fluren und Dörfer wiederholt und abwechselnd
die Truppen der Österreicher (Habsburger) mit den
Franzosen und Preußen hinweg gezogen und belagerten.
Viele Menschen verließen damals ihre Heimat und
zogen in die Städte oder wanderten nach Amerika
aus.
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Die
Kirche von Schmidgaden vor 1951 |
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Aus
dem ältesten Pfarreiverzeichnis der Diözese
Regensburg geht hervor, dass Schmidgaden im
Jahre 1326 schon als Pfarrei bestand. Im Jahre 1526
war Schmidgaden dem Dekanat Hirschau zugeordnet.
Die Filialkirche Trisching, sowie die eingepfarrten
Dörfer Hartenricht, Grafenricht, Säulnhof,
Vierbruckmühle, Geiselhof und Schwärzermühle
gehörten zur Pfarrei Schmidgaden.
Auch in der Zeit der religiösen Wirren (1576
- 1648) in der die Bürger viermal ihren Glauben
wechseln mussten, blieb die Einteilung der
Pfarreien erhalten.
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Aber
im Jahre 1666 wurde Schmidgaden und Trisching nach Rottendorf
zwangsweise eingepfarrt, weil sie sich weigerten den
katholischen Glauben wieder anzunehmen. 1728 wurde Schmidgaden
mit Trisching wieder ein selbständiger Pfarrort.
Die Kirche wurde in der Säkularisation 1803 vom
Staat getrennt. Die Bildung der politischen Gemeinde
wurde vom Königreich Bayern gewollt. So wurde im
Regierungsblatt von 1808 unter anderem angeordnet, dass
unter der Obmannschaft Trisching, in der Schmidgaden,
Hartenricht und Schwärzermühle zusammengefasst
ist, eine politische Gemeinde gebildet werden soll.
Wegen Widerständen aus der Bevölkerung wurde
die Gemeindebildung auf unbestimmte Zeit hinausgeschoben.
1818 forderte das Landgericht Nabburg erneut auf, Landgemeinden
zu bilden. Diesmal aber Schmidgaden und Trisching als
getrennte Gemeinden.
Mit der Gemeindeordnung begann auch die Schulpflicht.
Das erste Schulhaus war das alte Doblerhaus (jetziger
Parkplatz an der Kirche).
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Der Ortskern aus der Luft betrachtet
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Schmidgaden
lag im 18. Jahrhundert noch in einem für die Industrie
unbedeutendem Gebiet. Der Ort war ausschließlich
landwirtschaftlich geprägt. 1917 wurde mit der
Förderung der Braunkohle in Schmidgaden begonnen.
Die "Vereinigte Gewerkschaft" Schmidgaden-Schwarzenfeld
erreichte im Jahre 1920 mit einer Förderung von
17.500 Jahrestonnen und einer Belegschaft von 660 Mann
den höchsten Stand. Diese Scheinblüte ging
bald wieder zu Ende: 1923 wurde der gesamte Betrieb
stillgelegt. Im
Jahre 1935 wurde Schmidgaden (vielfach gegen den Willen
der Bewohner) an das elektrische Stromnetz angeschlossen.
Im November 1937 bekamen die Annawerke AG in Oeslau,
die die Besitzer der "Vereinigten Gewerkschaft"
Schmidgaden-Schwarzenfeld waren, vom Staat den Auftrag,
in Buchtal einen grobkeramischen Betrieb zu errichten.
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Im
November 1938 wurde schon der Betrieb aufgenommen. Die
Entwicklung der Gemeinde Schmidgaden ist seit dieser
Zeit mit dem Werk "Buchtal" eng verbunden.
Das Gesamtbild unserer Gemeinde hat sich damit grundlegend
verändert - vom landwirtschaftlich geprägten
Dorf zur Arbeiter-Industrie-Gemeinde.
Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde die Industrie unserer
Gemeinde langsam wieder aufgebaut. So förderte
die Firma Kunz wieder Braunkohle. Die Buchtal AG nahm
ihre Produktion wieder auf. Die Flußspatgruben
wurden intensiv betrieben. Durch diese Industrie kam
die Gemeinde schnell zu Geld und konnte die notwendigen
Aufgaben erledigen.
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Ortsansicht von Schmidgaden vor 1950
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Die Wasserversorgung wurde wegen der wachsenden Einwohner
vordringlich. So wurde 1957/58 ein Tiefbrunnen im Fensterbachtal
gebohrt, der auch für die Nachbargemeinden des
Fensterbachtals ausreichend Wasser lieferte. Der Zweckverband
zur Wasserversorgung wurde gegründet.
Am 01.01.1972 war im Rahmen der Gebietsreform die Gemeindezusammenlegung
Trisching - Rottendorf -- Gösselsdorf zur großen
Gemeinde Schmidgaden.
Am 01.01.1974 wurde das jetzige Verwaltungsgebäude
(Schule) bezogen.
Die Kanalisation und Kläranlage wurde 1982 fertig gestellt
und eingeweiht, an der ein Großteil der Gemeinde
angeschlossen wurde.
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Der
Ort Schmidgaden entwickelt sich als ein ideales Wohngebiet.
Durch das Vorhandensein aller notwendigen Geschäfte,
der Ärzte, Kindergarten und Hauptschule, konnte
das in jüngster Zeit erschlossenen Baugebiet West
I "Südhang" mit 42 Parzellen in nur 4
Jahren vollständig bebaut werden. Auch das Baugebiet
"Am Anger" mit 45 Parzellen ist erschlossen.
Anfragen an
Wolfgang
Held (Gemeinde Schmidgaden).
Auch ein Gewerbegebiet ist in Schmidgaden vorhanden, welches
von mittelständischen Unternehmern gerne genutzt
wird.
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Eingang der Gemeindeverwaltung |
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Die früheren Bürgermeister
vor der Zusammenlegung der Gemeinden und die
Bürgermeister seit 1972
Johann Meier (Januar 1900 bis Dezember 1911), Leonhardt
Thanner (etwa 1912 bis April 1935), Michael Richthammer
(21. Mai 1933 bis 08. Januar 1935), Josef Bauer (19.
Juni 1935 bis 17. Februar 1942), Georg Müller (November
1945 bis Dezember 1945 ?), Alois Neidl (Januar 1946),
Georg Dirrigl (Februar 1946 bis März 1952), Josef Bauer
(Juni 1952 bis 31. Dezember 1971)
Adalbert Bauer (01.
Januar 1972 bis 29. August 1984), Johann Prifling (25.
November 1984 bis 30. April 2008),
Rudolf Birner
von 01.05.2008 bis heute
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