Wolfsbach, 450 m ü. NN

68 Kapelle in WolfsbachMit einem Festgottesdienst und einem Dorffest feierte die Dorfgemeinschaft Wolfsbach in September 1994 den Abschluss der Renovierungsarbeiten an der Dorfkapelle nach dem Brand im Juli 1992 beim Nachbaranwesen und die Neusegnung durch Pfarrer Stefan Hirblinger. Bei dem Brand wurde der Dachstuhl, der Glockenturm und das Deckengewölbe in Mitleidenschaft gezogen. Auch der Altar hat stark gelitten. Der Fußboden wurde mit Solnhofer Platten verlegt und eine mit Schnitzereien versehene Holztüre wurde eingebaut. Die Kapelle ist der Hl. Marta geweiht.

Durch den Anschluss an die zentrale Wasserversorgung der "Brudersdorfer Gruppe" und eine begrenzte Ortssanierung in den neunziger Jahren sind die Wohnbedingungen in der Ortschaft wesentlich verbessert worden.

 

Am Ortseingang von Wolfsbach (aus Richtung Gösselsdorf kommend) steht eine als Naturdenkmal deklarierte Linde. Diese ist seit 27.10.1964 unter Schutz gestellt.

Über Wolfsbach sind nur wenige Einzelheiten bekannt. Die Ortsgeschichte muss mit der von Rottendorf und Gösselsdorf in Verbindung gebracht werden. Wolfsbach liegt unmittelbar an der Nordwestgrenze des Landkreises Schwandorf. In den 17 Bauernhöfen leben knapp 80 Einwohner. Urkundlich wurde Wolfsbach erstmals 1119 erwähnt. Uvignandus de Wolfesbach war damals Herr auf einem Rittergut.
Die heutige Kapelle wurde im Jahre 1948 nach dem Abriss ihrer Vorgängerin neu gebaut. Der Altar stammt aus der Kirche von Etsdorf. Das Altarbild zeigt die beiden Schwestern des Lazarus, Maria und Marta aus Bethanien. Eigentümerin der Kapelle ist die Dorfgemeinschaft Wolfsbach. Im Jahr 1981 wurde ein elektrisches Läutwerk eingebaut. Bis dahin haben die Familien im Wechsel täglich am Morgen und am Abend das Angelusläuten durchgeführt. Unter der Leitung des damaligen Pfarrers Alois Graßer
 wurden an der Kapelle 1986 Verbesserungen durchgeführt. Dabei wurde der Altar renoviert, ein neuer Altartisch aufgestellt und das Dach und die Fenster erneuert