MdB Karl Holmeier informierte sich zum Stand der Leitungssanierung in der Brudersdorfer Gruppe

Der Zweckverband zur Wasserversorgung der Brudersdorfer Gruppe berichtete am 29.08.2017 dem örtlichen Wahlkreisabgeordneten MdB Karl Holmeier von den Problemen bei der Sanierung seines maroden Leitungsnetzes. Bürgermeister Josef Deichl verwies bei einem Besuch Holmeiers in Rottendorf, in Vertretung des sich in Urlaub befindlichen Verbandsvorsitzenden Armin Schärtl, auf die derzeitige Situation des Zweckverbandes und die problematische Ausgestaltung der Förderrichtlinien  der RZWAS 2016. Für den Zweckverband ist leider keine gemeinsame Betrachtungsweise mit den hohen Investitionen im Entwässerungsbereich möglich, weil flächenmäßig keine 75 %ige Deckung mit einer Kommune besteht. Die Förderschwelle wird daher erst nach weiteren Investitionen in Höhe von rund 1,2 Mio. Euro erreicht. Auch die kürzlich in Kraft getretene Verlängerung des relevanten Investitionszeitraumes bis zum Jahr 1992 ergibt für den Zweckverband keine höheren Zuschüsse.  

MdB Holmeier bei seinem Besuch in Rottendorf

Als 3. wichtige  Forderung gab der Zweckverband Brudersdorfer Gruppe dem Abgeordneten  mit auf dem Weg, sich für eine langfristige Härtefallförderung der Wasser- und Abwassersanierung einzusetzen. Das derzeitige Förderprogramm (RZWAS 2016) endet am 31.12.2019. Die Leitungssanierung des Zweckverbandes ist hingegen langfristig, in drei Bauabschnitten und auf einen Zeitraum von 15 bis 20 Jahren angelegt.  Der Abgeordnete versprach sich für eine Lösung einzusetzen, betonte aber die schwierige Situation bei den ländlich strukturierten Wasserversorgern und das derzeit sehr hohe Preisniveau auf dem Bausektor. Angesichts der vielen Rohrbrüche und des Alters des Leitungsnetzes gebe es zu einer umfassenden Sanierung keine Alternative. Anschließend stand MdB Holmeier für Fragen der Bevölkerung zu Verfügung, wobei auch die Auswirkungen der anhängigen Klage gegen Zweckverband thematisiert wurden.