Marterln und Bildstöcke

ehemaliges Gemeindegebiet Gösselsdorf derzeit im Aufbau

ehemaliges Gemeindegebiet Rottendorf
 

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Marterl an der Abzweigung nach Schmidgaden ("Lerchenfeld")

Neben der Straße Rottendorf – Trisching steht links an der Abzweigung ins Lerchenfeld dieses Granitmarterl mit Eisenkreuz mit Korpus, Strahlenkreuz, Marienfigur und Inschrifttafel („Gelobt sei Jesus Christus“). Im Sockel ist eine Blechtafel mit aufgemaltem Kelch. Laut Ulbrich (1970) stand (jetzt nicht mehr) darunter „Erbarmet Euch unser“. Im Sockel ist eingemeißelt: „Joh. Weber, Gastwirt, Rottendorf, 1916“.
Johann Weber wurde von einem Ungeziefer gestochen. Die Hand schwoll so stark an, dass die Ärzte befürchteten, die abnehmen zu müssen. Herr Weber gelobte, ein Marterl zu errichten, falls dies nicht geschehen müsse. Nachdem die Schwellung zurückgegangen war und nur ein Finger abgenommen werden hätte müssen, ließ Johann Weber dieses Marterl errichten.

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Marterl an der Auffahrt zum Kalvarienberg

An dem Weg, der rechts von der Straße Rottendorf nach Trisching zum Kalvarienberg abzweigt und der am ehemaligen Steinbruch vorbeiführt, steht ein etwa 1 ½ m hohes Holzkreuz mit einem hölzernen Corpus und einem hölzernen Baldachin. Es stand von 1967, als es von der Gemeinde Rottendorf errichtet wurde, bis 1984 gegenüber dem Schulhaus am Eck vom „Sack-Acker“. Da die Flurbereinigung dorthin 1984 ein anderes, größeres Kreuz zu setzen beabsichtigte, wurde oben besagtes Kreuz an die jetzige Stelle versetzt.

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Marterl auf dem Weg zur Kalvarienkapelle

Auf dem Weg von Rottendorf auf den Kalvarienberg steht auf halber Höhe das "Odambejwl-Marterl". Es besteht aus Granit und bekam nach 1970 ein neues Bild auf einer Blechtafel. Das alte war verschwunden. Oben ist ein Kreuz mit Korpus und Marienfigur. Das jetzige Bild zeigt die Muttergottes mit Kind.

Das Marterl gehört der Familie Pösl, Rottendorf (= Odambejwl). In der Fam. Pösl ist weiter darüber nichts bekannt

 

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Kreuz am Kalvarienberg Rottendorf

Am Ende des Kreuzwegs auf den Kalvarienberg befindet sich dieses Kreuz. Es kam zu selben Zeit wie der Kreuzweg hinauf, hat auch einen Sockel aus ebensolchen Steinerz. Es ist ca. 4 m hoch. Eigentümer ist die Gemeinde Schmidgaden.

Vorher war an selber Stelle auch bereits ein Kreuz, sein jetziger Verbleib ist unbekannt.


 

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Bader-Marterl in der Nähe des Kalvarienberg

Am alten Weg von Rottendorf nach Trisching über den Kalvarienberg befindet sich ca. 100 m nach der Kapelle das Bader-Marterl. Das Bild auf der Blechtafel ist kaum erkennbar. Das Marterl ist aus Granit. Es wurde ca. 1927 (Ulbrich schreibt 1933) vom alten „Boder“ Andreas Weikmann errichtet. Sein Vater, der Bader Josef Weikmann, kam vom Bartschneiden von Trisching und wurde auf dem Heimweg etwas abseits von dieser Stelle – angeblich hatte er seine in der Nähe liegenden Felder angeschaut – vom Schlag getroffen. Als er gefunden wurde, war er bereits tot Er wurde auf einem Dungwagen zurück nach Rottendorf gefahren.

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Grossermarterl auf dem Grafenberg

Betonmarterl, mit Flussspatsteinen belegt, auf dem südlichen Abhang des Grafenbergs im Flurteil „Die Ebene“ bzw. "Mühlberg", einem Vorberg des Grafenberges. Es ist das sog. Grossermarterl und wurde 1965 von Familie Bischof und Grosser (beide Rottendorf) errichtet.

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Eckl-Kreuz, Zum Kalvarienberg 13

Im Garten von Andreas Eckl, fast direkt neben dem ehemaligen Weg auf dem Kalvarienberg steht dieses 5 m hohe Holzkreuz mit Blechfiguren und Baldachinen aus Blech. Figuren: Christus mit INRI-Tafel und Maria, beides farbig gefasst. Andreas Eckl meint, es sei 1870 errichtet worden, es wurde von ihm 1960 renoviert.

Der Grund der Errichtung soll gewesen sein, dass in der Nachbarschaft gelähmte Kinder gewohnt hatten. Zu ihrer Genesung soll das Kreuz errichtet worden sein, von wem, wusste der Besitzer nicht (1970). 

 

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Losch-Kreuz, Dorfplatz Rottendorf

Ein ca. 1920 errichtetes Holzkreuz steht vor dem Losch-Haus (nun Obermeier) in der Dorfstraße 7. Das Kreuz wurde 1979 erneuert, die Figuren sind die alten. Früher hatte auch nur Maria einen Baldachin.

Das Kreuz wurde von Frau Barbara Losch, einer Schwester vom alten Losch, errichtet (1970).


 

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Bogner-Marterl

Am westlichen Dorfende von Rottendorf steht linkerhand gegenüber dem Anwesen Bogner ein Granitmarterl mit dem Glasbild der hl. Dreifaltigkeit. Obenauf ist ein einfaches, gedrungenes Eisenkreuz ohne Korpus.

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Marterl, welches sich einst am Westende des Ortes Rottendorf befand

Ca. 50 m hinter dem westlichen Ortsende von Rottendorf, am ehemaligen Weg nach Grimmerthal und Magdalenental, stand bei einer Eichengruppe bis 1986 ein Marterl, das 1955 von Josef Götz dorthin gestellt worden war. Nun liegt dort nur noch der Granitsockel am Boden. Zuvor war an selbiger Stelle ein Holzkreuz. Dazu wird folgendes Ereignis berichtet: Etwa in der Zeit zwischen 1850 und 1870 soll in nächster Nähe ein Baum gestanden sein, unter den sich während eines Gewitters Leute untergestellt hatten. Plötzlich soll ein Blitz in den Baum eingeschlagen haben. Da den Untergestellten nichts passierte, wurde das  oben besagte Holzkreuz errichtet (soweit: Ulbrich, 1970).

Im Jahre 1986 wurde das – wie oben beschrieben – 1955 errichtete Marterl umgesetzt und zwar aufgrund von durch die Flurbereinigung erfolgten Grundbesitzänderungen. Dabei blieb der alte Granitsockel zurück. Es wurde von Lorenz Götz in seinen Garten versetzt und bekam einen neuen Granitsockel samt neuem Bild. Es steht nun in „Draxler- (=Götz, jetzt Deichl) Garten. 

 

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Schulhauskreuz

Von der Flurbereinigung wurde 1984 dieses Holzkreuz gegenüber dem neuen Schulhaus aufgestellt, an der nordöstlichen Ecke des Parkplatzes, anstelle eines kleineren Kreuzes, das dafür an einen Weg auf den Kalvarienberg versetz wurde.

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Gejglbauern-Marterl

An der Straße von Rottendorf nach Littenhof steht etwa 1 km nach Rottendorf rechts an der Straße ein Granitmarterl ohne Kreuz. Unter dem Bild ist eingemeißelt: „1846“, im Sockel: „T.S.“. Angeblich waren frühere Besitzer die Rothmeier. Das Marterl stand aber vor der Flurbereinigung (ca. 1980) in Gejglbauerns Wiese am Fußweg nach Hohersdorf, darauf könnte auch das S. hinweisen (Gejglbauer = Schmidbauer). Zu dieser Zeit befand sich im Marterl noch ein Bild auf Blech (Wie auf dem Bild von Ulbrich zu sehen: Dreifaltigkeit). Das jetzige Bild stammt vom ehemaligen „Dreiermarterl“.

Über dem Bild befindet sich eingemeißelt „IHS

An der Stelle, an der von der Straße Rottendorf-Littenhof der Weg links in das obere Grimmerthal abzweigt, stand ein Marterl, nach dem die Stelle immer noch ihren Namen hat, nämlich das Dreiermarterl.

Es war ein 3-seitiges Marterl mit 3 Eisengußbildern. Eine Seite schaute zum Frauenberg nach Amberg, eine zum Miesberg in Schwarzenfeld und eine zum Eixlberg bei Pfreimd. Eines Tages wurde das Marterl  von Beckngirgls (= Schönberger) Kuh umgestoßen, blieb liegen und verkam. Eines der Gusseisen-Bilder jedoch, das die Hl. Dreifaltigkeit zeigte, wurde später dort von jemandem aus der Familie Schmidbauer (= Gejglbauer) nach Hause genommen. In jüngerer Zeit wurde es frisch bemalt und in einem anderen Marterl, das den Gejglbauern gehört und an der Straße nach Littenhof etwa 1 km hinter Rottendorf steht  angebracht.

 

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Kreuz zwischen Rottendorf und Littenhof

Auf etwas halbem Weg zwischen Littenhof und Rottendorf steht beim Dreiermarterl ein 4 m hohes Holzkreuz mit einer eisernen Christusfigur.
Dieses Kreuz war ca. 1968 (an and. Stelle 1962?, nämlich Pfarrbeschreibung Kleindenkmäler) über Nacht dagestanden, keiner wusste, woher es gekommen war. Man vermutet aber, dass es der Diakon Ingenieur Pillen aus Amberg errichten ließ, der in der Nähe ein Wochenendhaus besitzt und dessen Ehe kinderlos war (und jedoch auch blieb). Da bekannt war, dass sich die Eheleute ein Kind wünschten, wird das Kreuz mit diesem Wunsch in Verbindung gebracht.

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Magadlenentalkapelle

Im Westen des Altlandkreises Nabburg befinden sich der Grafenberg (556 m) und der Friedrichsberg (631 m), der sich jedoch mit seinem größeren Teil bereits im Landkreis Amberg-Sulzbach befindet. Beide gehören zum Naabgebirge und werden durch ein enges Tal getrennt, das vom Schwärzerbach durchflossen wird (auf älteren Landkarten als „Krümmerbach“ bezeichnet) und das in seinem oberen Abschnitt Grimmerthal und in seinem unteren Abschnitt Magdalenental genannt wird.
Namengebend für den unteren Teil des Tals ist eine kleine Kapelle, die Magdalenenkapelle, die sich im Talgrund am westlichen Fuße des Grafenberges befindet.
Diese Kapelle ist an den Fels im Berg gebaut und dieses Felsgestein, in dem sich ein kleiner Spalt befindet, bildet die Rückwand des Heiligtums. Das Gebäude ist maximal 3,20 m hoch und 2,82 m breit, seine Länge lässt sich wegen der felsigen Rückwand nicht genau angeben, maximal beträgt sie 2,75 m.
Innen verläuft an beiden Längsseiten und hinten vor dem Felsgestein eine Art schmaler Altarsockel, worauf – mehr in der rechten hinteren Ecke – eine farbig gefasste Holzfigur ihren Platz findet. Sie stellt die Kapellenheilige, die hl. Magdalena dar, die im Gegensatz zur sonst üblichen Darstellungsweise hier schwarze Haare hat.
Wohl nicht ohne Grund ist Magdalena die Schutzheilige für diese Andachtsstätte an der Quelle bzw. am Bach gewählt worden. Im Volksglauben bzw. Aberglauben hat diese Heilige mit Wasser zu tun. Erinnert sei an den Spruch: „Magdalena weint gern“ in Bezug auf das Wetter an ihrem Gedächtnistag, den 22. Juli. Im Lexikon des Aberglaubens findet sich eine Anzahl von Beispielen, wo Magdalena in Aberglauben, Gebräuchen oder Sagen mit Wasser oder Gewässern zu tun hat.
Genau in diesem Zusammenhang sind zwei Sagen zur hiesigen Magdalenenkapelle interessant:
Der Schwärzerbach führte einst Hochwasser und riss von einer Mühle, die sich noch oberhalb der Grimmerthalmühle befand, die Mutter mit ihrer kleinen Tochter mit. Beide ertranken und wurden bei der Magdalenentalkapelle angeschwemmt.
Die andere Sage besagt, dass ein Mädchen dort bei der Magdalenenkapelle ihr uneheliches Kind ermordet oder abgelegt habe.
Die Magdalenenkapelle mag auch als Andachtsstätte an einer alt begangenen Wegverbindung oder Straße gedient haben. Direkt an ihr führt ein alter Weg vorbei, der Toten- oder Kirchenweg („Doudnwech“) von Etsdorf nach Rottendorf, der in seinem Verlauf mehr hangseitig oder am Berg verläuft und hier ein Tal schräg queren muss, dessen Gewässer, der Schwärzerbach, auch in jüngerer Zeit noch Hochwasser führen konnte. 
Der alte Schuster von Rottendorf erzählte gern folgende Episode, die ihm selbst unweit der Magdalenenkapelle auf dem Totenweg widerfahren war:
Er war als Soldat in der Kaserne in Amberg stationiert (vor oder während des Ersten Weltkriegs). Eines Tages war er bei seinen Angehörigen zu Hause gewesen und musste sich beeilen, noch rechtzeitig zu Fuß nach Amberg zurück in die Kaserne zu kommen. Es war schon dunkel, außerdem ging ein starkes Gewitter mit Regen nieder, während er tüchtig voranschritt. Jenseits des Magdalenentals sah er eine Strecke vor sich im Licht der Blitze einen fremdartigen größeren Gegenstand auf dem Weg. Da ihm dieser nicht geheuer war, mäßigte er seine Schritte und wäre am liebsten umgekehrt. Wie erschauerte er aber, als er, nahe gekommen, erkannte, dass es sich um eine Totentruhe handelte! Aber ein noch größerer Schreck fuhr im in die Glieder und er war wie gelähmt vor Entsetzen, als sich vor seinen Augen der Sargdeckel öffnete und das ausgerechnet auf dem Totenweg. Da erschallte aus dem Sarg eine Stimme, die ganz gotteslästerlich fluchte. Ganz erleichtert erkannte der junge Soldat in dem Flucher den ortsansässigen Schreiner aus Rottendorf, der den Sarg auf den Handwagen nach Etsdorf befördern wollte und sich, vom Gewitterregen überrascht, zum Schutz vor dem Durchnässtwerden in den Sarg gelegt hatte. In dem Moment, als sich der junge Soldat genähert hatte, wollte der Schreiner eben nachsehen, ob der Regen endlich aufgehört hätte. Da dies aber nicht der Fall war, der – für den Soldaten erlösende – Fluch!
Heutzutage wird die Magdalenenkapelle, die idyllisch im naturschönen Magdalenental liegt, gern von vorübergehenden Wanderern und Spaziergängern aufgesucht, um dort zu schauen oder einen Augenblick für eine kurze Rast oder Andacht zu verweilen.

Auszug aus „Heimat Nabburg“, freundlicherweise zur Verfügung gestellt von Ilse Pröls, Rottendorf

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Baldauf-Marterl

Dieses Marterl stand am alten Fußweg Rottendorf-Hohersdorf-Wolfsbach, der näher an Hohersdorf herbeiführte, und zwar stand es am Rande von Hohersdorf. Bei der Flurbereinigung wurde nicht darauf Acht gegeben, der Granitsockel verschwand, das Kreuz brach und auch der obere Kreuzesarm verschwand. Das Kreuz wurde von Andreas Baldauf auf neuem Sockel wieder aufgerichtet, es steht am nordwestl. Ortsrand von Hohersdorf an der Straße. Das Kreuz hat Corpus Christi und Marienfigur im Schild. Besitzer ist die Familie Baldauf, Hohersdorf

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Lenzn-Marterl

Gegenüber dem Baldauf-Marterl in Hohersdorf stand das Lenzn-Marterl. Es hatte einen kleinen Steinsockel mit einem Bild des hl. Kajetan, darüber war ein kleines Kreuz. Besitzer waren die Lenzn (= Schönberger). Auf dem Hof sollen einmal 6 Ochsen tollwütig geworden sein. Sie mussten erschossen werden. Aus diesem Anlass soll das Marterl errichtet worden sein (Quelle: Ulbrich, 1970).
Dieses Marterl ist bei Flurbereinigung vollständig verschwunden

 

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Gülln-Marterl

Im Garten vom Gülln-Hof (= Ries) in Hohersdorf steht ein 2 m hoher Granitsockel mit Bildaufbau und –nische, worin sich eine total verrostete und unkenntliche Bildtafel befindet. Das Eisenkreuz mit Corpus erhebt sich über gusseiserner Bild- und Inschrifttafel mit Engeln darüber. „A.M.“, darunter die Jahreszahl „1886“. Herr Ries wusste (gegenüber Ulbrich) nur eine Vermutung: Sein Großvater Andreas Ries übernahm 1886 den Bauernhof, vielleicht wurde aus diesem Grund das Marterl gesetzt.

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Gemeinde-Marterl bei Wolfsbach

An der Straße von Hohersdorf nach Inzendorf steht bei der Abzweigung nach Wolfsbach ein Granitmarterl von 1984 mit Eisenkreuz und Votivtafel des Hl. Kajetan. Stifter ist die
Flurbereinigung, Künstler ist Berger, Nabburg, Eigentümerin ist die Gemeinde Schmidgaden .

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Granitmarterl bei Wolfsbach

Unmittelbar vor Wolfsbach an der Straße von Rottendorf her steht ein Granitmarterl mit Eisenkreuz.
Ulbrich schreibt, dass es eine Sockelinschrift „A. Sch.“ Hat. Besitzer dieses Marterls war 1970 Andreas Schönberger. Sein Vater Andreas Schönberger (A. Sch.) ließ diese Marterl etwa 1920 errichten, damit Unwetter von den Fluren ferngehalten werden.
Das Bild, das nun im Bildfeld angebracht ist, stammt aus neuer Zeit. 

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Kaa-Marterl in Wolfsbach

Dieses Sandstein-Marterl stand ursprünglich außerhalb von Wolfsbach am Beginn des Fußsteiges nach Hohersdorf. Im Rahmen der Flurbereinigung wurde es in das Anwesen der Besitzer (Familie Piehler, Hausname Kaa) versetzt. Es ist 2,5 m hoch und hat eine herausgehauene Kreuzigungsgruppe. Dem Aussehen nach ist es mehrere Jahrhunderte alt .

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Wolfsbacher Marterl

An der Einmündung der Wolfsbacher Ortsstraße in die von Gösselsdorf kommende Straße  (heute unmittelbar unter Anwesen Demleitner) steht linkerhand ein Granitmarterl mit einem hohen Eisenkreuz mit Schild und Sockelverzierungen und Corpus Christi. Das Blechbild im Granitsockel zeigt Maria mit dem Kind im Himmel, darunter eine "Arme-Seelen-Darstellung".. Im unteren Sockelteil befindet sich als Inschrift „A.E. 1870“ (Ulbrich schreibt 1874).
Der Besitzer Josef Ries, Wolfsbach, sagte, dass Andreas Eckl (A.E.) diese Kreuz errichten ließ. Früher war am Sockel noch ein Opferstock angebracht, in den vorbeiziehende Wallfahrer Geld einwarfen (Quelle: Ulbrich, 1970). 

 

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Marterl zwischen Zisslmühle und Wolfsbach

Dieses Marterl stand ebenfalls am Fußsteig von Wolfsbach nach Hohersdorf. Bei der Flurbereinigung wurde es versetzt. Es steht jetzt neben einem Weiher an einem Weg, der links von der Straße Wolfsbach – Zisslmühle  abzweigt, und zwar nach etwa 30 m.
Auf dem Granitsockel ist ein 1 m hohes Eisenkreuz auf einer Eisentafel mit Inschrift „Gelobt sei Jesus Christus“ angebracht. Das Sockelbild fehlt. Es scheint wahrscheinlich, dass das Marterl ehedem eine der Kreuzwegstationen des einst von Rottendorf nach Wolfsbach führenden Kreuzweges war.

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Mutzbauer-Marterl in Wolfsbach

Dieses Marterl stand bis zur Flurbereinigung auf halbem Weg zwischen Littenhof und Wolfsbach. Es hat ein 1 m hohes Eisenkreuz (Corpus Christi, Maria). Die Bildnische im Granitsockel ist leer. Die Sockelinschrift lautet „   J. Mutzbauer   Gg Fleischmann 1913“.
Der Weg zwischen Wolfsbach und Littenhof war ehedem an dieser Stelle besonders eng. Josef Mutzbauer fiel hier vom Wagen und wäre beinahe unter die Räder gekommen. Aus Dankbarkeit dafür, dass nichts passierte, beauftragte er Georg Fleischmann, dieses Marterl zu errichten.
Das Marterl steht nun etwa 50 m in einem Seitenweg, der links von der Straße Wolfsbach nach Zisslmühle abzweigt, auf der rechten Seite.

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Marterl bei Wolfsbach

Dieses Marterl ist stark verändert worden. Möglicherweise war es auch eine der Kreuzwegstationen von Rottendorf nach Wolfsbach, da es 100m entfernt von einem sehr ähnlichen Marterl ebenfalls auf dem Fußsteig Hohersdorf – Wolfsbach stand. Es gehörte Michael Amann. Dieser gab an, dass es schon vor 1890 existiert habe, sein Vater es 1890 dahingesetzt habe.
Nach 1970 ließ M. Amann das Marterl von Berger, Nabburg und List, Stulln umgestalten, das Eisenkreuz bekam den Baldachin, die Eisentafel unter dem Kreuz wurde m. Maria u. Armen Seelen bemalt, der Sockel bekam eine kupferfarbene Bildtafel, die den Hl. Wendelin darstellt, darunter ließ Amann seine Initialen „M.A.“ einmeißeln und die Jahreszahl 1900. Das Marterl wurde auch an andere Stelle versetzt, vermutlich wegen der Flurbereinigung, und zwar an einen Seitenweg, der ca. 100m nach Wolfsbach von der Littenhofer Straße abzweigt und dann in einem Bogen zum Weiher u. alten Steinbruch führt.

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Littenhofer Marterl

Etwa 150 m vor Littenhof, noch vor der Kurve aus Richtung Rottendorf, steht ein interessantes Granitmarterl. Allerdings wurde es in neuester Zeit (nach 1970) stark verändert. Ein Kreuz wurde aufgesetzt, en neues kupferfarbenes Bild eingesetzt und ein Opferstocktürchen angebracht.
Es befand sich zuerst ein Kajetanbild darin, das allerdings schon recht verrostet war. Unterhalb des Opferstocks sind zwei miteinander verbundene Kreise mit einigen Strichlein darunter eingemeißelt. Unter dem Bild steht eingemeißelt:  „1878  W.G.“
Der Besitzer (1970) Xaver Semmler gab an, W.G. heiße Weich Georg und die Nachfahren dieses Mannes seien 1913 weggezogen (Quelle: Ulbrich 1970).
Jetziger Eigentümer ist Anton Pösl, der das Marterl auch herrichten ließ.

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Koch-Marterl an der "Littenhofer Kurve"

Etwa 100m vor Littenhof, genau an der Kurve, wo der Weg nach Schleißdorf (der Weg führt „zum Korb“ – eine Flurbezeichnung – weiter über die Bärnmühle nach Schleißdorf) abzweigt, steht ein Marterl mit Granitsockel und hohem Eisenkreuz mit Corpus Christi, Schild u. Maria.
Es stand zuerst im Garten der Familie Koch, diese wussten aber nichts darüber, da sie erst seit 1936 auf dem Anwesen sind. In diesem Garten stand auch weiter oben eine kleine Kapelle, die in neuerer Zeit abgerissen wurde.
Das Marienbild in dem Marterl ist neu (nach 1970).

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Schönberger-Marterl in Littenhof

Etwa 50 m vor Littenhof steht ein Granitmarterl ohne Kreuz und Bild. Im Sockel findet sich die Inschrift „B. Mutzbauer“, darunter vermutlich „1920 ".

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Marterl bei Schönberger in Littenhof

Kurz vor dem Littenhofer Ortsschild aus Richtung Rottendorf steht dieses schlanke Granitmarterl. Das Eisenbild zeigt die hl. Dreifaltigkeit; es ist alt, scheint aber dennoch nicht das erste zu sein, da es nicht richtig im Bildfeld sitzt. Über dem Bild ist im dachartigen Abschluss eingeritzt „IHS“ unter dem Bild „1851".

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Ries-Marterl in Littenhof

Ein einfaches Marterl steht im mittleren Teil von Littenhof bei der Abzweigung nach Schleißdorf. Es wurde um mehrer Meter von seinem originalen Standpunkt nach links versetzt. Der Sockel-Granitstein trägt die Buchstaben „G.W.“ = Georg Wagner (vielleicht auch Georg Weich ?). Es wurde ca. 1850 errichtet. Das Eisenkreuz hat Corpus Christi u. Maria. Besitzer ist Johann Ries.
Neben dem Marterl stand noch 1970 ein Holzkreuz mit Holzfiguren (Jesus, Maria) u. Baldachin. Es war 4 m hoch und war 1946 erneuert worden, da das alte morsch geworden war. Nun ist also auch dieses Kreuz verschwunden, Herr Ries besitzt aber noch die Figuren.

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Pöal-Marterl in Littenhof

Am Ortsende von Littenhof in Richtung Wolfsbach steht auf der linken Seite ein kleines Granitmarterl mit mehreren leeren Bildseiten und Eisenkreuz m. Corpus Christi. Die Sockelinschrift lautet „B. Sch. 1906“.
Barbara Scharl ließ dieses Marterl 1906 errichten. Besitzer war Johann Ries, Littenhof (1907), nun aber offenbar Anton Pösl, der von dem Porzellanmaler aus Grafenricht nach 1987 bemalte Blechtafeln einsetzen ließ, die aber schon wieder stark abblättern (1994).

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Pösl-Marterl in Littenhof

Dieses Holzkreuz war einst Grabkreuz der Familie Lippert, Littenhof, auf ihrem Grab im Friedhof in Rottendorf. Da sie für ihr Grab ein anderes Kreuz anschafften, setzten sie ihr altes Grabkreuz auf Wunsch vom damaligen Pfarrer Graßer in die „Zell“. Sie setzten es an einer Waldecke an der neuen Straße von Littenhof nach Berghof (Blemlhof), linkerhand, etwa auf halber Strecke. Es gab hierfür weiter keinen besonderen Grund. Nach Angaben von Herrn Lippert geschah dies ca. 1985/86. ..

Quellen: umfangreiche Aufzeichnungen Ilse Pröls, Rottendorf, Hinweise und Auskünfte aus der Bevölkerung, Irrtümer vorbehalten

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