Gemeinde

Zweckverband Brudersdorfer Gruppe Leitungssanierung 2017

Die Tiefbauabteilung des Landkreises Schwandorf plant 2017 einen weiteren Abschnitt der Kreisstraße SAD 27 zwischen Lissenthan und Autobahn A 93 auszubauen. Der Zweckverband Brudersdorfer Gruppe hat beschlossen, seine in der Straße verlaufenden Asbestzementleitungen zusammen mit dem Straßenbau des Landkreises zu erneuern. Es ist mit zusätzlichen Kosten von rund 166.000,00 €  im Bauabschnitt I  zu rechnen. Entscheidend für den Zweckverband war die Aussicht, seine Leitungen zu erneuern, ohne dass Kosten für die Wiederherstellung der Straßenoberfläche anfallen. Bei der Straßensanierung  des Teilabschnitts der SAD 27 zwischen Diepoltshof und Passelsdorf konnte bereits  2014 der Zweckverband sehr günstig seine Wasserleitungen in Zusammenarbeit mit dem Landkreis Schwandorf erneuern. Entsprechend der deutlich günstigeren Baukosten, konnte auch eine Reduzierung der Planungskosten für diesen Streckenabschnitt erreicht werden. Der Zweckverband Brudersdorfer Gruppe möchte den nun anstehenden Streckenabschnitt zwischen Lissenthan und der Autobahn A 6 in gleicher Weise abwickeln. 

Hausanschlusses

Antrag auf Erstellung eines Hausanschlusses hier

Jahresrückblick 2016

Das Jahr neigt sich dem Ende.
Weihnachten steht vor der Tür.
Zeit, um sich Gedanken über das abgelaufene Jahr zu machen.
In der Gemeinde Schmidgaden ist sehr viel passiert.
Erfreulicherweise ist die Bevölkerungszahl gestiegen.
Durch das Miteinander konnte viel geschaffen werden.
Einiges ist jedoch noch verbesserungsbedürftig.
Lesen Sie im Dokument "Jahresrückblick 2016" weiter.

Vier Wasserrohrbrüche in drei Wochen in der Brudersdorfer Gruppe

Am Sonntag, den 20.11.2016, und am Mittwoch, den 23.11.2016 kam es erneut zu zwei Wasserrohrbrüchen in Rottendorf und in der Hochzone in Fraunberg. Innerhalb weniger Tage waren wieder einmal der Lilienweg in Rottendorf und erneut die Hauptleitung in Fraunberg betroffen. Beide Bereiche gelten seit geraumer Zeit als Schadensschwerpunkte im Zweckverbandsgebiet. Das Leitungsnetz des Wasserzweckverbandes ist inzwischen so anfällig, dass die Betätigung eines Hydranten, trotz größter Vorsicht, ausreichte, um den Rohrbruch in Fraunberg auszulösen. Dies konnte bereits bei den diesjährigen Rohrbrüchen in Gösselsdorf und Passelsdorf beobachtet werden, als im Rahmen von Feuerwehrübungen und -einsätzen identische Schäden auftraten. Der Rohrbruch in Fraunberg entstand im Zuge eines Feuerwehreinsatzes auf der Autobahn A 6, als der Einsatzleiter die Einsatzkräfte anwies die Löschtanks wieder zu befüllen. Die Einsatzfahrzeuge mussten die verschmutzten Fahrbahnen reinigen. Weitere Rohrbrüche folgten in Obersteinbach und am 14.12.2016 in Götzendorf. Die Schadenshäufigkeit und die Schadensumstände in der Hochzone des Verbandsgebietes widerlegen die in der Klageschrift gegen den Zweckverband formulierten Thesen zur Ursache der Rohrbrüche. Sowohl die Druckverhältnisse, als auch die Verkehrsbelastung können als generelle Schadensursache ausgeschlossen werden. Die Bilder bestätigen einmal mehr die tatsächliche Hauptschadensursache im Leitungsnetz der Brudersdorfer Gruppe: Die rund 50 Jahre alten Asbestzementleitungen zeigen deutliche Anzeichen von Materialermüdung und sind nicht eingesandet. 

Die Mitarbeiter des Bauhofes Schmidgaden waren am Sonntagnachmittag mehrere Stunden, bis in die tiefe Nacht mit den Reparaturarbeiten in Rottendorf beschäftigt. Leider wurden die laufenden Reparaturarbeiten im Lilienweg teilweise durch Schaulustige behindert. Nicht akzeptabel sind die hierbei gegenüber den Bauhofmitarbeitern geäußerten, unsachgemäßen Ratschläge und Vorwürfe. Die Gemeinde Schmidgaden und der Zweckverband zur Wasserversorgung der Brudersdorfer Gruppe werden derartige Pöbeleien gegenüber den Mitarbeitern nicht mehr dulden. Im Gefahrenbereich der Baustelle ist der Aufenthalt von Schaulustigen ohnehin verboten. Der Zweckverband zur Wasserversorgung der Brudersdorfer Gruppe appelliert an alle Bürgerinnen und Bürger, den geforderten Sicherheitsabstand zu Bau- und Gefahrenstellen einzuhalten, um sich und andere nicht zu gefährden. Verstöße gegen die Baustellenabsicherung oder den Anweisungen der Mitarbeiter vor Ort werden künftig geahndet. (hw)

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Geh- und Radwegverlängerung Trisching?

Aus aktuellem Anlass wird an dieser Stelle der Sachstand zur von der Verkehrswacht Trisching wiederholt beantragten Geh- und Radwegverlängerung bei der Bürgermeister-Delling-Straße entlang der Staatsstraße 2040 bis hin zum Ortseingang bei Trisching mitgeteilt.

Der Antrag der Verkehrswacht wurde bereits im Jahr 2009 gestellt und einstimmig abgelehnt. Auch beim Beschluss über den Geh- und Radwegebau im Dezember 2009 wurde durch einen weiteren einstimmigen Beschluss bekräftigt, dass dieses rund 200 Meter lange Teilstück nicht gebaut wird.

An der Situation hat sich bis dato nichts geändert. Im Radwegeprogramm entlang von Staatsstraßen des Freistaates Bayern ist dieses Teilstück nicht enthalten.

Um dieses Projekt unter der Straßenbaulast der Gemeinde umzusetzen, wäre entlang der Staatsstraße 2040 ein Grunderwerb nötig, da der Geh- und Radweg außerhalb der Ortschaft verlaufen würde und deshalb zur Straße hin ein mindestens 2,50 Meter breiter Abstand zum Geh- und Radweg vorgeschrieben ist. Aus diesem Grunde wurde im März 2016 das Staatliche Bauamt Amberg-Sulzbach um erneute Stellungnahme gebeten. Im Antwortschreiben heißt es unter anderem auch, dass es am Ortseingang von Trisching zu der Problematik kommen würde, dass die Radfahrer wieder verkehrssicher in den Fahrverkehr einfädeln bzw. kreuzen müssten, was wiederum eine weitere baulichen Maßnahme zur Folge hat. Auch an der Auffassung und Bewertung des Staatlichen Bauamtes hat sich nichts geändert, was auf Nachfrage am 09.11.2016 vom Verantwortlichen der Behörde so bestätigt wurde.

Die Gemeinde Schmidgaden nimmt die Anregung der Verkehrswacht Trisching auf und wird sie im Zuge der Planungen für die Geh- und Radwegweiterführung in Schmidgaden als Gesamtprojekt umsetzen. Einen genauen Zeitplan gibt es aber noch nicht. (mj)

Der Zweckverband zur Wasserversorgung der Brudersdorfer Gruppe informiert:

Der Zweckverband zur Wasserversorgung der Brudersdorfer Gruppe hat den Haushaltsplan 2016 verabschiedet. Als wichtigste Nachricht ist festzuhalten, dass der Zweckverband derzeit auf die Erhebung der 2. Vorauszahlungsrate auf den Verbesserungsbeitrag verzichtet. Nach der 1. Rate im September 2015, sollte ursprünglich im Herbst 2016 eine weitere Rate berechnet werden. Angesichts der insgesamt 63 Widerspruchsverfahren  und eines anhängigen Klageverfahrens ist die Verbandsversammlung in ihrer Sitzung vom 26.10.2016 zu dem Ergebnis gekommen, die restlichen Sanierungsmaßnahmen des 1. Bauabschnitts derzeit nicht auszuschreiben und die 2. Vorauszahlungsrate bis auf weiteres zu verschieben.  

Die eingereichte Klage zielt auf eine Aufhebung der Vorauszahlungsbescheide, der Beitragskalkulation, der Verbesserungsbeitragssatzung und auf einen Erhalt der bestehenden Asbestzementleitungen ab. Begründet wird die Klage im Wesentlichen mit:

  1.         Der unzureichenden Kostenbeteiligung der Wassergäste;

Für die Versorgung der Wassergäste Wolfsbach und Littenhof fallen für den Zweckverband keine Mehrkosten bei der Sanierung des Leitungsnetzes an. Der Niederlassungsleiter des beauftragten Planungsbüros Seuss aus Amberg, Dipl.-Ing. Norbert Winter, hat errechnet, dass aufgrund der geringen Wassermengen, die an die Wassergäste abgegeben werden (ca. 0,91 m³ je Stunde), auch ohne deren Versorgung die neuen Versorgungsleitungen in exakt gleicher Dimension errichtet werden müssten.

  1.         Den Kosten der Löschwasserversorgung;

Eine Stellungnahme des Bayerischen Gemeindetages kommt zu dem Ergebnis, dass die Löschwasserversorgung Aufgabe des Zweckverbandes Brudersdorfer Gruppe ist (ebenso wie z.B.  die des Zweckverbandes zur Wasserversorgung der Gemeinden Fensterbach und Schmidgaden). Die Aufgabe "Löschwasserversorgung" wurde von den damaligen Gemeinden Gösselsdorf, Rottendorf und Brudersdorf auf den Zweckverband Brudersdorfer Gruppe durch die Verbandssatzung 1967 übertragen.

3.        Der grundsätzlichen Notwendigkeit der Leitungssanierung;

Auszug aus der Klageschrift: „Wird der Wasserdruck reduziert, kann ein Weiterbetrieb der Leitung gewährleistet werden.“ und „Es ist für den Kläger davon auszugehen, dass er pauschal mit Kosten belastet wird, die bei Einsatz von technischen und wirtschaftlich möglichen Maßnahmen mit einer Reparatur an den Zementrohrleitungen wesentlich geringer ausfallen.“ und „Wie den Plänen zu den Arbeiten in den Bauabschnitten 1 und 2 zu entnehmen, wird die Auffassung bestätigt, dass die vorhandenen Rohrleitungen nicht durchgängig marode, geschweige denn sanierungsbedürftig sind.“ oder „Wenn im Vorentwurf unter Ziffer 2.5 Netzqualität ausgeführt wird, dass eine umfassende bauliche Sanierung des alten Leitungsnetzes, annähernd komplett aus dem Werkstoff Asbestzement bestehend, unumgänglich sei, so wird dies bestritten.“
Damit fordert der Kläger eine grundlegend andere Planung, es wird sogar bestritten, dass das Leitungsnetz umfassend baulich saniert werden muss. Nach Überzeugung des Planungsbüros, des Wasserwirtschaftsamtes und des Zweckverbandes ist nach rund 50 Jahren Betriebsdauer eine Materialermüdung bei den Asbestzementrohren eingetreten. Zudem wurden die Versorgungsleitungen 1967 unzureichend verlegt, es fehlt die Sandbettung. Die hohen Wasserverluste und die hohe Anzahl der Rohrbrüche machen eine Sanierung unumgänglich und folglich wurde die verschiedenen Sanierungsmaßnahmen jeweils einstimmig in der Verbandsversammlung beschlossen.

Der Zweckverband hat vor Erlass der Beitragsbescheide zu den wichtigsten Fragen, wie Beteiligung der Wassergäste, Zuständigkeit für die Löschwasserversorgung, Bereitstellung von Fördermitteln und Rechtmäßigkeit der Ingenieurverträge verschiedene Stellungnahmen von Fachbehörden eingeholt. Das vom Kläger und von einigen Widerspruchsführern gewünschte Versorgungskonzept hält einer näheren technischen Überprüfung nicht stand und wird als wesentlich kostspieliger für die Zweckverbandsbürger eingestuft.

Das Landratsamt Schwandorf und Landrat Ebeling haben dem Zweckverband ebenfalls ihre Unterstützung in diesem Rechtsstreit signalisiert.

Schmidgaden, 03.11.2016 (hw)